Heute ist es wieder an der Zeit, auf den Spuren einer berühmten historischen Persönlichkeit zu wandeln. Albert Einstein, Physiker, Nobelpreisträger und der wohl berühmteste Genius der Welt hat uns auch heute noch etwas zu sagen!
„Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“
Ich finde es genial, dass jemand, der sich in seinem Leben mehr mit Formeln und Gleichungen und weniger mit Kunst und Kultur beschäftigt hat, die Bedeutung gerade der kreativen und fantasievollen Dinge herausgestellt hat. Natürlich lässt sich auch dieses Zitat wieder auf Schule übertragen, auf den Kunstunterricht und die Bedeutung von kulturellen Angeboten an Schule – heute aber soll es mir mal nicht um das alltägliche Treiben und die Verbesserungsmöglichkeiten an Schule gehen. Nein, vielmehr möchte ich aufzeigen, was wir vielleicht für uns ganz persönlich von diesem Zitat und von Einsteins Einstellung zum Leben mitnehmen dürfen:
Einstein – Quergeist und Genie
Kommen wir deswegen zunächst einmal auf Einsteins Biographie zu sprechen. Geboren in Ulm, aufgewachsen in München, stieß er schon früh an die strenge Schule an, mit seinen Ideen, die zwar genial und ausgefeilt waren, aber leider nicht dem Unterrichtsgeschehen entsprachen. Der Junge, der sich unter Anderem für die Wunder der Physik brennend interessierte, ging viel lieber seinen eigenen Theorien nach und seine Eltern konnten ihn nicht von ihrem Wunschberuf für Einstein überzeugen, Jura.
Einstein hat mit ziemlicher Sicherheit das geschafft, was nicht vielen im Leben vergönnt ist: er durfte das machen, worin er seine Rolle im Leben sah. Natürlich kam es dabei in seinem Leben immer wieder zu Komplikationen – etwa, als er entgegen der bisherigen Haltung quasi aller damaligen namhaften Physikern zu Newtons Gravitationstheorie eben jene anzuzweifeln wagte und mit seiner eigenen Relativitätstheorie noch bessere und gültigere Erkenntnisse lieferte. Oder als es, maßgeblich aufgrund seiner jüdischen Vorfahren, während der Nazidiktatur zum Exil in die USA kam, wo Einstein dann 1955 auch verstarb. 1
Diesen ganzen Umständen zu trotzen, und sich dabei seine eigene Art, seinen Charakter und seine Ideen im Kopf beizubehalten, dies war schon damals ein sehr schwierig zu erreichendes Thema und ist es auch noch heute.
Die Fantasie als das, was bleibt…
Bevor wir aber gar zu sehr vom Thema abschweifen: Albert Einstein spricht im Zitat ja von Wissen, und davon, dass die Fantasie viel wichtiger als Wissen sei. Auch mit einem so großen Auffassungsvermögen und einer immensen Intelligenz, wie Einstein sie hatte, trifft ja genau dies zu. Denn das Auffassungsvermögen des Menschen ist und bleibt endlich, und diese Fähigkeit vergeht im Alter natürlich auch zusätzlich. Das, was nicht vergeht, ist eben die Fantasie, das Vermögen, sich bildlich Geschehnisse vorzustellen
…und sie ist wichtig!
Jetzt mag man vielleicht sagen, dass die Relativitätstheorie, entdeckt und beruhend auf Wissen, der Gesellschaft mehr gebracht hat als die Fantasie jemals zu in der Lage ist. Dem würde ich entgegensetzen wollen, dass Fantasie ein immenser Bestandteil unseres Lebens ist. Sie tritt auch da auf, wo man sie gar nicht vermutet. Natürlich in Träumen und literarischen Texten, Kunstwerken und anderen künstlerischen Kreationen. Aber auch alltägliche „Werkzeuge“ des Menschen, wie die metaphoristische Rhetorik, simpler gesprochen das bildhafte Denken und Sprechen, würde ohne Fantasie nicht funktionieren. Auch eine Liebe ohne Fantasie wäre nicht möglich, ohne das idealisierende Vorstellungsvermögen gegenüber der Person, die man liebt.
Was man nicht vergessen darf – Fantasie vergeht nicht, anders als Wissen. Fantasie hat man, sie ist nicht nur ein Bestandteil des Lebens, sondern auch des Individuums, zu dem sie gehört. Sie ist abrufbar und erkennbar an getanen „Werken“, aber sie lässt sich nie vollends ergründen, noch lässt sie sich in Leistungstests abfragen. Denn durch ihre ganz unterschiedlichen Facetten ist die Fantasie eben unterschiedlich anwendbar und unterschiedlich ausgeprägt. Nicht jeder, der gute Gedichte schreiben kann, kann auch Fantasie gut auf die Leinwand bringen.
Frohmacher in allen Lebenslagen
Natürlich kann Fantasie auch zu Problemen führen. Halluzinationen, also das Verschwimmen zwischen Realität und Imagination, zeugen sogar von einem prekären gesundheitlichen Zustand und sollten behandelt werden. Und trotzdem sehnen sich viele Menschen ja auch genau nach der Fantasie. Bedenken wir, wie beliebt der illegale Konsum von beispielsweise LSD, oder auch anderen Drogen ist, die die Fantasie eindeutig befördern und einen vom manchmal tristen Alltag befreien können. Gerade dort, wo Menschen Straftaten in Form von Drogenkonsum begehen, zeugt das – nicht nur, aber auch – von einem Drang nach Fantasie im Leben. Denn sie macht das Leben letztendlich schöner, sie kann Spaß und Freude erzeugen, Glück und Glückseligkeit. Was man übrigens nicht nur als Fan von The Witcher und Game of Thrones bezeugen kann.
Wissen dagegen ist vielleicht realitätsnaher und kann eben so faszinierend sein. Guckt man allerdings auf die Begründung, die Einstein in Bezug auf die Bedeutung der beiden Lebensbestandteile liefert, muss man anerkennen, dass Fantasie definitiv rarer gesäht ist, und, einmal erlangt, nur schwer wieder vergeht.
Ich jedenfalls könnte und wollte ohne Fantasie nicht leben. Sie ist es, was mich an manchen traurigen Tagen aufmuntert. Sei es als Zugang zu neuem Wissen, oder sei es ganz einfach in einem wunderschönen Weihnachtsfilm. Und damit einen wunderschönen restlichen 20. Dezember. Und immer dran denken – Weihnachten kommt schneller als man denkt!
Ich bin Hendrik, 16 Jahre alt, und total unzufrieden mit dem aktuellen Bildungssystem. Auf meinem Blog SensEDU spreche ich genau da an, stelle meine Ideen und Visionen vor und komme mit anderen Menschen in Kontakt, die Lösungen für die Bildungswende haben.
In meiner Freizeit spiele ich Volleyball, debattiere und singe im Chor. Mein mit Abstand liebstes Hobby ist aber mein Engagement in der Schülervertretung meiner Schule und meines Kreises.
Insta: sententibro
Hinterlasse einen Kommentar