Bildungszitat Aladin El-Mafaalani

Das heutige Bildungszitat ist aktueller denn je, auch wenn es schon ein Jahr alt ist – die Analyse des Soziologen Aladin Al-Mafaalani zum Bildungssystem in Deutschland. Was diese Aussage bedeutet und was ihr folgen muss – das ist das heutige Türchen des Sententskalenders! 1

„Die Bildung ist das größte innenpolitische Problem in Deutschland.“

-Aladin El-Mafaalani, Soziologe und Hochschullehrer

Quelle: https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-16-november-2022-100.html

Zunächst mal zur Einordnung: Aladin El-Mafaalani hat diese Aussage am 16. November letzten Jahres getätigt, und zwar in der Talkshow „Markus Lanz“. Dies tat er als Bildungswissenschaftler und Soziologe, quasi als Sprachrohr der Wissenschaft, neben der Bundesbildungsministerin, einer Ökonomin und auch einem Journalisten.

Ich finde, dieses Zitat zeigt, dass nicht nur wir Jugendliche eine Bildungsrevolution fordern und unzufrieden sind mit dem, was uns Schule gegenwärtig beibringt. Auch und gerade die Forschung attestiert dem Bildungssystem eine miserable Note. Das Problem ist gewaltig und mittlerweile kann man sagen, dass es auch vollkommen in der Gesellschaft angekommen ist.

Meiner Meinung nach ist es auch und gerade die Forschung, die genau herausfinden kann, welche Aspekte an Schule welche negativen Folgen mit sich bringen. Beispielsweise in Statistiken, die besagen, dass gegenwärtig jedes fünfte Kind ohne die mathematischen und rechtschreibbetreffenden Grundkenntnisse aus der 4. Klasse kommt.2 Die Forschung, bestehend aus Psychologie, Pädagogik, Lehramt und eben auch Soziologie kann aber auch Vorschläge machen, wie es eben motivierender und besser ginge. Nicht Politiker*innen in ihren Büros müssen und sollen auf die Ideen kommen, die uns weiterbringen, keine Unternehmen sind dazu in der Lage, sich selbst Ihre vor Tatendrang strotzende junge Mitarbeiterschaft „heranzuziehen“. Es ist und bleibt die Wissenschaft, die die Erkenntnisse sammeln muss und sie der Politik vorschlagen muss. Mit allem nötigen Geld, das dafür eben notwendig ist, den Wissensstand und damit auch das Arbeiten an neuen Lösungen weiterbringt.

Stichwort Lösungen: In der besagten Talkshow waren sich alle – mit unterschiedlichen Blickpunkten – einig, dass das gegenwärtige Bildungssystem Mängel aufweist. Doch bei all der Unterschiedlichkeit der Perspektiven wurden echte, alles zusammendenkende Lösungen vor lauter Beschwerden kaum gefunden. Ich denke, mittlerweile wissen wir, das wir etwas verändern müssen. Nur das Was und Wie bleiben wichtige Fragen dazu. Antworten darauf können alle geben – jederzeit – auch ich mache es in diesem Blog. Die Wissenschaft hat die Rolle, diese Antworten wahrzunehmen, und in ihre Einordnung der Dinge einzubeziehen. 

Was es braucht, ist nun aber auch das Handeln. Das dazugehörige Geld. Die besagten großen, radikalen, aber vielleicht teuren Reformen. Was es braucht, sind keine Sonntagsreden, sondern das Verständnis der Politik, auf die Wissenschaft und Expert*innen zu hören und dies dann auch umzusetzen.

Die einzige, aber wahre bittere Erkenntnis, die zum Schluss dieses Artikels getätigt werden muss, ist und bleibt dabei: Geld regiert die Welt, und nur mit Geld für diesen Umbruch können wir das größte innenpolitische Problem der drittgrößten Wirtschaftsmacht – Deutschland – lösen!

Wofür es eingesetzt wird, dazu kann Wissenschaft Vorschläge liefern. Dass es dafür eingesetzt wird, das ist die Aufgabe der großartigen Interessensvertretungen für Schüler*innen, die es in Deutschland gibt!

  1. Foto: Mirza Odabasi (Quelle: mafaalani.de) ↩︎
  2. Zitat aus der Rede der Bundesbildungsministerin angesichts der Eröffnung des Bildungsgipfels 2023 in Berlin https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/veranstaltungen/2023/bildungsgipfel-2023.html ↩︎




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