Bildungszitat Sir Isaac Newton

Nichts ist so einprägsam wie ein durchdachtes Zitat! Ob berühmte Persönlichkeit oder der lustige Nachbar von nebenan ist unerheblich um sein Ziel zu erreichen – andere Menschen zum Nachdenken zu bewegen. In dieser Kategorie meines „Sententskalenders 2023“ gehen wir inspirierenden und anregenden Zitaten nach und überlegen, was diese uns konkret mit auf den Weg geben wollen.

Was wir wissen, ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ein Ozean.

-Isaac Newton

Quelle: https://www.careelite.de/bildung-zitate-wissen-sprueche/

Grundsätzlich finde ich es immer spannend, herauszufinden, wie berühmte Persönlichkeiten so gedacht haben. Dadurch werden aus Namen, die man immer schon mal gehört hat, Geschichten und Geschichte im Kopf und oft kann man für sich selbst die Erkenntnisse mitnehmen, die die Stars vielleicht sogar erst berühmt gemacht haben. Das alles geht natürlich mit Biographien. Wer es etwas kompakter haben will, greift zu Zitaten. Und genau das werden wir heute tun!

Gerade wenn es um Bildung und Wissenschaft geht, kommt man spätestens in der Mittelstufe nicht mehr um einen Namen herum: Sir Isaac Newton. Für immer verewigt in seiner eigenen physikalischen Einheit spielt er auch heute noch eine große Rolle, und seine Entdeckungen begleiten uns noch immer im Alltagsleben.

Steckbrief: Sir Isaac Newton

-1642 in Lincolnshire geboren – 1726 in Kensington gestorben

– Englischer Physiker, Mathematiker und Astronom

-formulierte die Gesetze von Bewegung und Schwerkraft als Grundstein für die klassische Physik und die moderne Sicht auf das Universum

➣ einer der einflussreichsten Wissenschaftler aller Zeiten

Quelle: https://de.mathigon.org/timeline/newton

Aber beschäftigen wir uns doch weiter konkret mit dem Zitat. Ziemlich wesentlich wird hier gemeint, dass unser Wissensschatz unfassbar klein ist, im Vergleich zur gewaltigen Fülle an dem, was uns die Welt zu entdecken gibt.

Ich finde diese Aussage beruhigend. Egal wie sehr wir uns anstrengen, uns als Menschen sind natürliche Grenzen gesetzt, die wir nicht sprengen können. Obwohl wir uns über die Natur erheben und gigantische Klimakatastrophen auslösen können, gibt es noch immer Grenzen, und die befinden sich gerade dort, wo wir nicht so einfach hinblicken können – im Gehirn. Nicht zuletzt reicht auch unsere erdachte Technologie noch nicht aus, um wirklich alles zu erfassen, was es in diesem wundervollen Universum und seinem blauen Planeten gibt. Zwei Beispiele: Die Wissenschaft geht nach Erkenntnissen von 2011 davon aus, dass wir erst 1,25 Millionen Arten der insgesamt 8,7 Millionen Organismen entdeckt haben. Also nur etwas mehr als 14 Prozent.1 Vom All müssen wir gar nicht reden – hier wissen wir gerade mal von fünf Prozent seiner gesamten Ausdehnung.2

Es zeugt von wirklicher Weitsicht, im wahrsten Sinne des Wortes, dieses vergleichsweise geringe Fassungsvermögen des Menschen und sein relatives Unwissen auch anzuerkennen. Gerade als Erfinder der Gravitationslehre. Ein Aufruf an das eigene Ego das man manchmal auch zurückfahren muss!

Uns zeigt das Zitat heute aber noch etwas, und das finde ich fast noch wichtiger: Wissen lässt sich nicht künstlich erweitern, indem man in der Schule alle möglichen Fachgebiete lehrt, die die Schüler*innen überhaupt nicht interessieren. Tut man dies, so wird der Großteil einfach vergessen und im Bestfall noch im Kurzzeitgedächtnis abgespeichert. Ich bin mir sicher – einem Sir Isaac Newton wäre ein guter Physikunterricht wichtig gewesen, so wie es die Biologie für Humboldt war oder die Mathematik für Gauß. Aber auch sie hätten anerkannt, dass dabei die Motivation der Lernenden eine erhebliche Rolle spielt. Und die geht dann flöten, wenn einem alles mögliche, von Kunst über Religion bis hin zu Französisch reingeprügelt wird.

In diesem Sinne bewahren wir dieses sehr lehrreiche Zitat bei, teilen es womöglich einer lieben Person in unserer Nähe mit einem etwas zu großen Selbstbewusstsein, und sehen auch uns als die an, die wir sind: nur ein kleiner Tropfen im großen Ozean.

  1. https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/unentdeckte-arten-nie-gesehen-und-schon-ausgestorben-a-781929.html ↩︎
  2. https://www.tagblatt.ch/leben/forschung-technik/nur-funf-prozent-des-universums-sind-bekannt-ld.1158606 ↩︎

*Alle Bilder erstellt mit oder bereitgestellt von canva.com





Hinterlasse einen Kommentar